im Auge des Sturms ist es ruhig

 

Guten Morgen Ihr Lieben.

 

Ich schaue gerade durch das Küchenfenster, eine kleine Blaumeise hat sich auf die Überreste der Herbstanemone gesetzt und ein Paar Wuschelsamen mitgenommen. Der Frühling kommt. 

Die Welt ist schön.

Die Natur ist schön, normal ...

 

Nur die Menschen sind durchgeknallt. Immer wieder denke ich, wir haben es einfach nicht anders verdient, als auzusterben. Die Menschheit ist in der Masse einfach nur dumm. Es gibt Sklaven und Sklaventreiber. Wir lassen uns manipulieren und plappern nur das nach, was wir im Fernseher gehört haben. Die wenigsten interessieren sich für das Gesamte, für die Zusammenhänge ...

Woher kommen wir? Ist das alles so Wahr, wie wir es gesagt bekommen?

Warum ist das Hinterfragen verboten? Warum wird so viel als die wahrste Wahrheit dargestellt?

Immer wieder kann ich es kaum mehr aushalten, ich sehe es und mit aller Kraft versuche ich uns als Menschen nicht zu verurteilen, ich sage mir dann, dass jeder einfach auf einem anderen Weg ist, jeder hat eigene Erfahrungen zu machen, jeder lernt das ganze Leben lang zu leben und zu verstehen...

Das hilft mir, zumindest meistens.

Und manchmal denke ich, dass ich verrückt bin. Das die Masse recht hat.

Aber hatte die Masse schon einmal Recht?

War das alles so richtig, was die Masse wollte? Ich wage es zu bezweifeln.

In den meisten Fällen sind es die Kritiker, die näher an der Wahrheit liegen, als die Mitläufer.

 

Ich schaue durch das Küchenfenster. Die Überreste vom heutigen Nachtfrost sind noch sichtbar. Die Knospen der Zierkirsche fast startklar.

Sie ist klug und ruhig, unsere Mutter. Und Sie hat immer Recht.

 

Ich grüße Euch ganz herzlich. Bleibt in der Ruhe.

Wir sind nur zum lernen hier. Und kommen immer wieder.

 

Karolina